Mi 5 Mrz 2008
Wer auf Nummer Sicher gehen will, muss seine persönlichen Ziele rechtzeitig definieren. Wichtig ist ebenso, das aktuelle Zinsgeschehen nicht aus den Augen zu verlieren.
Hat der künftige Darlehensnehmer das Glück, eine Niedrigzinsphase zu erwischen, sollte man einer langen Zinsbindung den Vorzug geben. Nach 15 oder mehr Jahren fällt die noch verbliebene Restschuld vergleichsweise niedrig aus. Nach einer kurzen Zinsbindungsfrist von beispielsweise fünf Jahren und einem bis dahin angestiegenen Bauzins, muss man in der Regel mit einer Verteuerung der gesamten Finanzierung rechnen.
Daher ist es ratsam, einen niedrigen Zins mit einer langen Bindung zu sichern, selbst wenn damit ein Zinsaufschlag verbunden ist.
Beim klassischen Annuitätendarlehen werden die Zins- und Tilgungsanteile über diesen Zeitraum festgeschrieben und verschaffen dem Darlehennehmer Planungssicherheit. Zum Plus einer langen Zinsbindung gehört auch, dass nach deutschem Recht ein Ausstieg möglich ist, wenn diese über einen längegen Zeitraum als von fünf Jahren vereinbart wurde. Vorfälligkeitsentschädigungen müssen dann nicht gezahlt werden, wenn eine Vollauszahlung des Darlehens bereits stattgefunden hat. Meist kann der Betrag innerhalb von sechs Monaten komplett oder teilweise getilgt werden.
Die geeignete Zinsbindung hängt unter anderem vom individuellen Sicherheitsbedürfnis des Kunden ab und wie sich die Höhe der Bauzinsen zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gestalten.
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