Fr 25 Jan 2008
Wer ein Haus oder eine Eigentumswohnung kaufen oder bauen will, benötigt meist wesentlich mehr Geld, als an Eigenkapital vorhanden ist.
Daher müssen die meisten Zeitgenossen ein Darlehen beantragen, um ihren Wohntraum realisieren zu können.
Machen sich künftige Immobilienbesitzer auf den Weg zu einem Finanzierungsgespräch, sollten sie Einkommensnachweise mitbringen, wobei einige Geldgeber auch zusätzlich Einkommensteuernachweise verlangen, um sich von der Bonität ihrer Kunden zu überzeugen.
Selbstständige müssen dabei andere Regeln befolgen. Meist muss dieser Berufsstand Jahresabschlüsse vorlegen und Freiberufler sollten Gewinn- und Verlustrechnungen mitbringen.
Wer über Eigenkapital verfügt, sollte zudem entsprechende Nachweise vorlegen, um einerseits die Verhandlungsposition gegenüber dem Geldgeber zu verbessern und andererseits die Höhe der noch aufzunehmenden Fremdmittel zu begrenzen.
20 bis 30 Prozent von der gesamten Summe sollen an eigenen Mitteln eingebracht werden; diese Regel galt bislang, wenn es um eine solide Immobilienfinanzierung ging.
Doch gilt es mittlerweile Anbieter, die bis zu 120 Prozent finanzieren, wobei sich diese Variante lediglich für Besserverdienende eignet, die einfach noch keine Zeit hatten, sich ein finanzielles Polster zuzulegen.
Zudem nehmen auch das Alter der Immobilienerwerber wie auch die Darlehenslaufzeit eine besondere Rolle ein. Insbesondere in der Bundesrepublik entscheiden sich immer mehr sogenannte „Spätkäufer“, die älter als 40 Jahre sind, für die eigenen vier Wände. Wer sich da für eine lange Laufzeit entscheidet, hat sein Hypothekendarlehen in der Regel mit 70 noch nicht abgezahlt. Doch Immobilienbesitz soll gerade in der heutigen Zeit verstärkt dazu beitragen, die finanziellen Lücken im Alter effizient aufzufüllen.
Somit kann ein eingehendes Beratungsgespräch klären, ob sich gegebenenfalls ein Volltilgerdarlehen empfiehlt, damit eine Schuldenfreiheit bis zum Eintritt in den Ruhestand gewährleistet ist.
Ein gutes Beratungsgespräch zeichnet sich auch dadurch aus, dass Finanzierungsmöglichkeiten mit einem individuellen Tilgungsplan vorgelegt werden. Diese sollten sich durch Tilgungssätze, Laufzeiten und Sonderkonditionen voneinander unterscheiden. Nicht zu vergessen ist in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Monatsraten sowie die Höhe der Restschuld am Ende der Zinsbindung. Schließlich soll alles auch bei der Anschlussfinanzierung bezahlbar bleiben.
Ein gutes Beratungsgespräch sollte auch auf eine mögliche Veränderung der persönlichen und wirtschaftlichen Lage eingehen und diese rechtzeitig in die Finanzplanung einfließen lassen.
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